Sendungsverfolgung: Das können die Tracker

Ob Sender oder Empfänger, einmal ein Paket auf die Reise geschickt, möchte jeder, dass es sicher und pünktlich ankommt. Mit den unterschiedlichen Trackern von DHL, Hermes, GLS und UPS oder Multi-Trackern wie ParcelTrack, parcello und Packenda gibt es einige Möglichkeiten, Sendungen komfortabel zu verfolgen.

Von Push-Nachrichten zum Paketstatus bis hin zu Lieferabstimmungen – Tracker haben heute einiges auf Lager. Neben dem klassischen Suchfeld auf der Website, gehört eine entsprechende Tracking-App mittlerweile zur Grundausstattung. Wir haben die bekanntesten Anbieter zur Sendungsverfolgung unter die Lupe genommen und verraten Euch, was die unterschiedlichen Tracker alles können.

Einfache Tracker: Pakete von einem Dienstleister verfolgen

Schon mal so viel vorab: Wer den Tracker eines bestimmten Paketdienstleisters verwendet, kann ausschließlich die dort aufgegebenen oder erwarteten Pakete tracken. Um sich mehrere Pakete vom gleichen Dienstleister anzeigen zu lassen, müssen weiter alle Sendungsnummern einzeln angegeben werden. Wer mehrere Pakete von unterschiedlichen Versandunternehmen im Blick haben will, sollte sich gleich über die praktischen Multitracker informieren.

DHL Sendungsverfolgung: Vorteile für Vielbesteller

Fällt Deine Wahl auf den Paketdienstleister DHL, kannst Du Deine Pakete über die Sucheingabe bei der Sendungsverfolgung tracken. Der jeweilige Paketstatus kann hier schnell und übersichtlich abgerufen werden. Einen umfassenderen Service bietet allerdings die kostenlose DHL Paket App. Hierüber lassen sich Pakete versenden, empfangen und verfolgen. Sie bietet eine gute Übersicht über alle Sendungen und informiert mit Push-Mitteilungen über deren aktuellen Status. Um Pakete mit der App zu tracken, kannst Du entweder die Sendungsnummer eingeben oder den Barcode-Scanner nutzen. Außerdem lassen sich alle Lieferoptionen (Ort, Datum, Zeit) nach eigenen Wünschen einstellen.

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Für alle privaten Vielbesteller lohnt es sich, die App als registrierter Nutzer zu verwenden, da sich sonst nur bis zu zehn Sendungen speichern und verwalten lassen. Als eingeloggter Kunde sind es hingegen 100 Sendungen. Zudem lassen sich die Push-Mitteilungen individuell einstellen und die Sendungen kategorisieren – zum Beispiel in Listen wie “Zu mir” für Bestellungen und “Von mir” für selbst aufgegebene Sendungen. Wird das Paket an einen Abholort ausgeliefert, kann man sich zudem eine entsprechende Zustellungsbenachrichtigung schicken lassen.

Hermes Sendungsverfolgung: Tracking auf die Stunde genau

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Hermes ist ähnlich wie DHL aufgestellt: Über die Website lassen sich Sendungen ebenfalls über ein Suchfeld finden. Für mehr Details und Einstellungsmöglichkeiten stellt Hermes eine kostenlose App bereit. Über diese lassen sich alle Sendungen auf einen Blick verwalten. Zum Verfolgen des Pakets scannt man den Barcode des Paketstickers oder gibt seine Sendungsnummer aus der Versandbestätigung ein. Außerdem lässt sich der gewünschte Lieferort, der gewünschte Liefertag und der Wunschnachbar auswählen. Alle Informationen zum Lieferstatus Deines jeweiligen Pakets kannst Du in den Sendungsdetails abrufen. Eine  Paketankündigung informiert Dich über das voraussichtliche Zustellfenster der Sendungen. Innerhalb Deutschlands funktioniert dies nach eigenen Angaben sogar bis auf eine Stunde genau. Bei besonderen Lieferungen kann es jedoch auch vorkommen, dass nur der Zustelltag angegeben wird. Außerdem lässt sich das MyHermes Konto auf der Website mit der Hermes App verbinden. Das Ergebnis: Bereits gespeicherte Sendungen lassen sich auch mobil in der Versand- und Empfangsübersicht verfolgen.

GLS Sendungsverfolgung: Routenplanung zum Paketshop

Für eine schnelle Statusabfrage bietet GLS eine Suchfunktion auf der Website an. Einfach die Sendungsnummer eingeben und Paketstatus abrufen. Ergänzend dazu gibt es eine GLS App mit der gleichen Funktion. Mit Hilfe einer Übersicht können alle erstellten und gespeicherten Pakete nachverfolgt werden. Dazu scannt man entweder den Paket-Barcode oder gibt die Track-ID manuell ein. Beide Nummern erfüllen den gleichen Zweck.

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Wer sein Paket umleiten möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder vor dem ersten Zustellversuch oder nach dem Erhalt der Benachrichtigungskarte. Kann das Paket trotzdem nicht zugestellt werden, lässt es sich in der App speichern und die Sendungsverfolgung kann erneut aufgerufen werden. Zusätzlich bietet GLS eine Routenplanung zum GLS PaketShop an.

DPD Sendungsverfolgung: Paketsteuerung über Stadtkarte

DPD Live Tracking

Die DPD-Website ist ebenfalls mit einer Suchfunktion für Pakete ausgestattet. Gebraucht werden lediglich die Sendungsnummer und die Postleitzahl zur Eingabe. Anschließend könnt Ihr im Live-Tracking genau sehen, wo sich Euer Paket gerade aufhält. Wie bei Hermes informiert DPD den Empfänger auf eine Stunde genau, wann die Zustellung erfolgt. Außerdem erhalten Kunden eine Benachrichtigung per Mail, sobald das Paket auf dem Weg ist. Über die kostenlose Extra-App kann man sich die Versandbestätigung auch als Push-Nachricht zukommen lassen. Und wenn es zeitlich mal nicht mit der Paketannahme klappt, einfach den Zustellungsort ändern, eine alternative Lieferadresse angeben oder das Zustellungsdatum anpassen. Dazu musst Du Deine Sendungsnummer im Navigator der App eingeben. Dort kannst Du im Anschluss auf einer virtuellen Stadtkarte alternative Lieferorte wie eine DPD-Paketstation auswählen oder auch neue Lieferzeiten eingeben.

UPS Sendungsverfolgung: Geht auch ohne Sendungsnummer

Wer sich für UPS entscheidet, kann seine Sendung über die Website verfolgen oder aber über die UPS Mobil-App. Dazu muss man sich allerdings zusätzlich bei UPS My Choice in der App anmelden. Nach dem Anmelden erhältst Du nähere Infos zur Lieferzeit und kannst neben der Lieferadresse, auch den Liefertermin für Dein Paket ändern. Außerdem lassen sich auch Sendungen ohne die Eingabe der Sendungsnummer verfolgen, weil die App selbstständig eingehende Lieferungen in die Planungsübersicht einfügt. Oft ist beim UPS-Lieferdienst auch eine Unterschrift des tatsächlichen Empfängers nötig. Mit UPS My Choice lässt sich das ganz einfach ausschalten, indem Du dem Fahrer erlaubst, auch ohne Signatur auszuliefern.

Solltest Du Dich in keine App einloggen wollen, kannst Du Deine Pakete trotzdem nachverfolgen und bis zu fünf Sendungsnummern abspeichern.

Multi-Tracker: Mehr Übersicht bei verschiedenen Paketen

Neben den Trackern der bekannten Paketlieferdienste, gibt es noch andere Optionen seine Pakete zu verfolgen: Die Multitracker. Sie ermöglichen es Dir, nicht nur den Versand von Paketen eines bestimmten Anbieters (wie beispielsweise GLS oder Hermes) zu verfolgen, sondern Pakete unabhängig vom Versandunternehmen zu tracken. Der Vorteil ist, dass Du alle Deine Pakete in einer Übersicht hast.

ParcelTrack: Pakete verschiedener Anbieter im Blick

ParcelTrack bietet Dir die Möglichkeit, die Sendungen von mehr als 60 verschiedenen Anbietern zu tracken. Ziel ist, die genauen Ankunftszeiten zu prognostizieren und Verzögerungen zu erkennen.

Die Prognose der Zustellung basiert dabei auf den Angaben der Versandunternehmen selbst; wird keine Ankunftszeit gemeldet, ist diese somit bei ParcelTrack auch nicht hinterlegt. Im Moment wird nach eigener Angabe eine Prognose über den Zustellzeitpunkt von Sendungen von DHL, DPD und UPS vorgenommen. Hermes und GLS sind nicht dabei.

Das besondere Versprechen der App: “ParcelTrack zeigt Dir die GPS-Koordinaten des Paketwagens in Echtzeit auf einer Karte.” Allerdings wird dieses Feature aktuell nur von DPD in Europa unterstützt und muss kostenpflichtigen dazu gebucht werden.

Die App funktioniert auf allen gängigen Apple- und Android-Geräten. Mac und Web sollen bald folgen.

parcello: Ein Multitracker auf Crowd-Basis

Der Anbieter parcello verspricht seinen Nutzern, genau anzugeben, wann der Paketbote an der Haustür klingelt. Da es sich bei parcello auch um einen Multitracker handelt, soll dabei die genaue Ankunftszeit verschiedenster nationaler und internationaler Versandunternehmen vorhergesagt werden. Das ganze System beruht dabei auf dem Prinzip der Weisheit der Vielen bzw. auf den vielen Angaben von fleißigen parcello-Nutzer. Das Unternehmen selbst spricht von der parcello-Crowd.

Die Idee dahinter: Ist ein Paket erfolgreich zugestellt, soll der Empfänger dies über die parcello-App melden. Dabei gibt er die Sendungsnummer, seine Lieferadresse, das Datum sowie die genaue Uhrzeit der Zustellung ein. Nehmen viele Personen aus einer Region oder Nachbarschaft ein, wächst das Wissen der Parcello-Crowd. “Vorausgesetzt, die Paketboten fahren täglich in etwa die gleiche Route”, merkt die SZ über die Technik der App an. Auf Basis dieser Informationen und den Daten von den Versandunternehmen selbst, berechnet nun ein Algorithmus, eine mögliche Ankunftszeit. Voraussetzung für zuverlässige Daten ist allerdings, dass viele Nutzer fleißig mitwirken. Aus dem Artikel der SZ geht weiter hervor, dass “auch Parcello nicht auf die Minute genau vorhersagen, wann eine Lieferung beim Empfänger eintrifft. Doch auf drei Stunden genau soll es funktionieren”.

Das Tool ist kostenlos und kann auf dem iPhone, iPad, Android-Geräten und ganz klassisch über den Browser genutzt werden.

Packenda: Pakete verfolgen und managen

Je mehr Pakete Du von verschiedenen Versandunternehmen erhältst, desto wichtiger ist auch die gesamte Planung drumherum. Für uns von Packenda geht es deshalb nicht nur um die reine Sendungsverfolgung, sondern um das gesamte Paket-Management. Kurz gesagt: Tracking- und Management-Tool in einem.

Um eine Sendungsverfolgung zu starten, kannst Du die Versandbestätigung zu Deinen Online-Bestellungen einfach an Dein Packenda-Postfach weiterleiten. Dieses Postfach bekommst Du ganz automatisch, wenn Du Dich bei Packenda anmeldest. Durch das schnelle Weiterleiten von E-Mails entfällt das manuelle Eintippen der Tracking-ID. Von da an hast Du Deine Sendung jederzeit im Blick, egal von welchem Anbieter. Der Status Deiner Pakete wird in Echtzeit synchronisiert und ist somit genauso schnell zu sehen, wie bei den Trackern der Versanddienstleister. Bislang führt Packenda Paket-Sendungen von über 400 Paketdiensten auf einer Benutzeroberfläche zusammen.

Die speziellen Machine-Learning-Algorithmen prognostizieren zudem Ankunftszeiten, erkennen Verzögerungen und benachrichtigen Dich automatisch, wenn mit der Zustellung etwas schiefläuft.

Das Besondere daran: Packenda bietet auch eine spezielle Lösung für Teams wie zum Beispiel mit den Kollegen im Büro. Nach Deiner Anmeldung kannst Du einen Mailroom erstellen und Deine Kollegen einladen. Das ist praktisch, um wichtige Sendungen im Blick zu behalten, die Auswirkungen auf den Ablauf von Arbeitsprozessen haben. Verantwortliche können bei Verzögerungen sofort handeln. Außerdem wissen alle Mailroom-Teilnehmer jederzeit wie viele (private) Pakete ankommen und können sich zur Paketannahme absprechen. Das spart Zeit und Ressourcen.

Aber auch im Privaten kann das nützlich sein: Bist Du kurzfristig zum Zeitpunkt Deiner Zustellung verhindert, informierst Du einfach rechtzeitig Deinen Wunschnachbarn oder Deine Familie. Probier es aus.
Du möchtest mehr zum Thema Sendungsverfolgung wissen und erfahren, was technisch dahintersteckt? Hier geht es zu unserem Beitrag: Sendungsverfolgung: Wo ist mein Paket

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